
1. Dunkelheit, Nebel und Straßenverkehr

Wenn es bereits am späten Nachmittag dämmert, steigt die Gefahr, dass Hunde und ihre Menschen im Straßenverkehr übersehen werden. Dunkles Fell und dunkle Kleidung sind bei Regen, Nebel und schlechter Beleuchtung besonders schwer zu erkennen. Deshalb sollte die Sichtbarkeit bei jedem Spaziergang mitgedacht werden.
- Spaziergänge möglichst auf gut beleuchteten Wegen planen.
- Hund und Mensch mit reflektierender Kleidung und gut sichtbarer Ausrüstung ausstatten.
- LED-Halsbänder, Leuchtanhänger und reflektierende Geschirre verwenden.
- An Straßen, Kreuzungen und unübersichtlichen Stellen den Hund sicher anleinen.
Unser Tipp: Nicht nur der Hund sollte sichtbar sein. Auch reflektierende Elemente an Jacke, Schuhen und Leine helfen anderen Verkehrsteilnehmern, das gesamte Mensch-Hund-Team frühzeitig zu erkennen.
2. Nässe und Kälte: Richtig trocknen und warm halten

Regen, Wind und niedrige Temperaturen können unseren Hunden ordentlich zusetzen. Besonders kleine, kurzhaarige, ältere oder gesundheitlich angeschlagene Tiere kühlen unter ungünstigen Bedingungen schneller aus. Auch Hunde mit dichtem Fell können nach einem Spaziergang lange feucht bleiben.
Deshalb sollte der Hund nach einem nassen Spaziergang nicht über längere Zeit mit durchnässtem Fell auf seinem Ruheplatz liegen.
- Den Hund nach dem Spaziergang gründlich mit einem weichen Handtuch abtrocknen – besonders an Bauch, Brust, Beinen und Pfoten.
- Bei Bedarf das Fell vorsichtig mit einem Föhn auf niedriger, angenehmer Wärmestufe trocknen. Dabei ausreichend Abstand halten und die Temperatur regelmäßig prüfen.
- Ein Hundebademantel ist eine tolle Ergänzung! Er nimmt überschüssige Feuchtigkeit auf, hält den Hund angenehm warm und kann dabei helfen, dass das Fell nach dem Spaziergang schneller trocknet. Besonders bei kleinen Hunden wie unseren Havanesern kann ein gut sitzender, saugfähiger Bademantel sehr praktisch sein. Achte darauf, dass er nicht scheuert und den Hund nicht einengt.
- Bei kaltem, windigem oder regnerischem Wetter kann ein gut sitzender, wettergerechter Hundemantel sinnvoll sein.
- Auf Anzeichen wie Zittern, Unwohlsein oder ungewöhnliche Müdigkeit achten.
Gut zu wissen: Nässe allein verursacht nicht automatisch eine Erkältung oder Blasenentzündung. Längere Auskühlung sollte dennoch vermieden werden. Gründliches Abtrocknen und ein warmer, trockener Ruheplatz helfen dabei, dass sich der Hund nach dem Spaziergang wieder wohlfühlt.
3. Nasses Laub und versteckte Gefahren am Wegesrand

Buntes Herbstlaub gehört zum November einfach dazu. Doch unter einer scheinbar harmlosen Laubschicht können sich Gefahren verbergen. Besonders nasses Laub wird schnell rutschig und kann sowohl für Hunde als auch für ihre Menschen zur Stolperfalle werden. Löcher, Wurzeln, Steine und andere Unebenheiten sind darunter oft kaum zu erkennen.
- Auf Wegen mit viel nassem Laub besonders vorsichtig gehen.
- Hunde an unübersichtlichen Stellen lieber an der Leine führen und das Tempo reduzieren.
- Auf versteckte Löcher, Wurzeln und Unebenheiten achten, damit sich der Hund nicht vertritt oder umknickt.
- Nach dem Spaziergang auf Humpeln, Schonhaltungen oder ungewöhnliche Bewegungen achten.
Unser Tipp: Gerade beim Toben und Rennen können Hunde die Beschaffenheit des Bodens unter dem Laub leicht unterschätzen. Lieber etwas langsamer unterwegs sein, als eine schmerzhafte Zerrung, Verstauchung oder andere Verletzung zu riskieren.
4. Pfoten nicht vergessen

Nasse Wege, kalter Boden, Splitt und später auch Streusalz können die empfindlichen Hundepfoten belasten. Kleine Risse oder Verletzungen bleiben im dichten Fell manchmal unbemerkt und können beim nächsten Spaziergang schmerzhaft werden.
- Pfoten nach dem Spaziergang auf Rötungen, Risse und kleine Verletzungen kontrollieren.
- Schmutz und Streusalzrückstände mit lauwarmem Wasser entfernen.
- Pfoten und Zwischenzehenräume sorgfältig trocknen.
- Bei Frost auf Splitt, Streusalz und festgesetzte Eisklumpen zwischen den Zehen achten.
Unser Tipp: Gewöhne deinen Hund schon jetzt an die regelmäßige Pfotenkontrolle. So kannst du mögliche Probleme frühzeitig erkennen und unangenehme Überraschungen im Winter vermeiden.
Gut durch den November – mit Aufmerksamkeit und Fürsorge
Die dunkle und nasse Jahreszeit bedeutet nicht, dass unsere Hunde auf ihre Spaziergänge verzichten müssen. Entscheidend ist, Dauer und Gestaltung der Runden an das Wetter, die Sichtverhältnisse und die individuellen Bedürfnisse des Hundes anzupassen.
Eine gut sichtbare Ausrüstung, gründlich getrocknetes Fell, ein passender Hundebademantel, gepflegte Pfoten und ein warmer, trockener Ruheplatz machen schon einen großen Unterschied.
Denn unsere Hunde verlassen sich auf uns – bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit.

